Reflexbogner Krahforst deutscher Meister

Auf nationalen Bogensportmeisterschaften des Deutschen Schützenbundes wie auch des Deutschen Behindertensportverbandes stete Gäste, spannen SCWler seit diesem Jahr auch auf deutschen Titelkämpfen des Traditionellen Bogensport Verbandes Deutschland ihre Bögen. Der in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiernde TBVD hat sich bei seiner Gründung im Januar 2016 auf die Fahnen geschrieben, ausschließlich die traditionellen Bogensportklassen zu vertreten und fördern.

Zu den auserwählten Sportgeräten gehören unter anderem die Reflexbögen. Für die ersten von zwei deutschen Meisterschaften des Jahres, der DM Jagd, hatten sich auch drei Wietzenbrucher Anhänger dieser Bogengattung gemeldet. Da bereits wenige Stunden nach Öffnung des Meldeportals die vorgegebenen 240 Startplätze ausgebucht waren, setzte sich der TBVD mit dem ausrichtenden SV Gut Ziel Volkmarshausen zusammen, um weiteren Interessenten eine Teilnahme zu ermöglichen. Und mit einem weiteren dritten Parcours wurde die Teilnehmerzahl um 50 Prozent auf 360 aufgestockt. Am Ende der zwei Wettkampftage gingen in den 40 Einzel- und sieben Mannschaftsentscheidungen insgesamt 324 Traditionelle in der Nähe von Hann. Münden mit 8 verschiedenen Bogentypen an den Start.

Kurz vor der Meisterschaft ereilte das SCW-Trio eine traurige Nachricht. Sabrina Kasparek musste aus persönlich Gründen kurzfristig absagen. Somit vertrat das Duo Frederik Krahforst und Sebastian Hrycej alleine die Farben des SCW auf der DM. In der Klasse der Erwachsenen Reflexbögen modern trafen die zwei auf elf Kontrahenten. Nahezu eine Klasse für sich war dabei Frederik Krahforst, der am ersten Tag der Konkurrenz praktisch uneinholbar davongezogen war. 320 Zähler zu deren 208 des zweitplatzierten Stephan Anstadt von der SG Waldeslust Regenstauf waren mehr als ein Klassenunterschied. Konnte der Bayer am zweiten Tag auch einiges an Boden gut machen, so musste er sich dennoch deutlich mit 469 zu 563 Zählern geschlagen geben. Für Frederik Krahforst war es indes sein insgesamt dritter deutscher Meistertitel. Den Bronzerang sicherte sich ein Schütze aus dem Weserbergland, Jonathan Bobbe (385 / SV Reinhardshagen). Nach Platz zehn zur Halbzeit zeigte sich der zweite Wietzenbrucher Sebastian Hrycej im zweiten Durchgang deutlich verbessert. Mit dem vierthöchsten Resultat und somit insgesamt 321 Zählern schob er sich im Endklassement noch auf Rang neun vor. War die Mannschaft des SC Wietzenbruch durch den Ausfall von Sabrina Kasparek eigentlich aus dem Rennen, so durfte das verbliebene Duo sich eine Ersatzperson suchen. Diese fanden sie in Louisa Stöcke aus Röderhof bei Halberstadt. Mit der Viertplatzierten der Damenkonkurrenz errang das SCW-Trio Platz drei.