Para-Bogensportlerin Hilke Heckemüller hat am Sonntag in Hamm bei ihrem DM-Debüt überraschend Silber gewonnen. In der WA im Freien errang die Blankbognerin, wie auch ihr Ehemann, der Compoundschütze Karl-Heinz Busse, auf den nationalen Titelkämpfen die Vizemeisterschaft. Auf der Bogensportanlage des Hammer SC 08 trat das Eigengewächs des SC Wietzenbruch die Nachfolge ihrer Clubkameradin Sabine Noordhof an, die im Vorjahr ebenfalls Platz zwei belegt hatte.
Nach den ersten 36 Wertungspfeilen der Seniorinnen A das Podium anpeilent, vermochte Hilke Heckemüller in der zweiten Hälfte im Gegensatz zu ihren direkten Kontrahentinnen noch einmal zuzulegen. Der zweitbeste Durchgang ihrer Klasse nach der Pause katapultierte sie im Endklassement auf Rang zwei. Erzielte 492 Ringe bedeuteten einen Zähler mehr als bei der Lokalmatadorin Helga Mattigkeit (491) vom HSC 08. Wie schon vor einem Jahr war Siegerin Evelyn Dittmar (574 / TG Wallertheim) eine Klasse für sich. Nach zwei ausgeglichenen Runden kam die zweite Wietzenbrucherin an der Schießlinie mit 471 Zählern auf Rang fünf.
In einem sehr starken und ausgeglichenen Teilnehmerfeld der Blankbogen Senioren A konnten die „Rot-Blauen“ diesmal nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Dieter Fröhlich (543) kam beim Sieg von Dieter Erkens (569 / BT Cölln) als bester Niedersachse hinter vier Westfalen auf Rang fünf und der zweite Wietzenbrucher Ralph Poster (505) wurde Neunter. Im Mannschaftswettbewerb Blankbogen der Landesverbände belegte das Trio des Behindertensportverbandes Niedersachsen (1470) mit Dieter Fröhlich hinter Rheinland Pfalz (1658) und Nordrhein Westfalen (1596) den Bronzerang.
Trotz einer starken ersten Runde und einer insgesamt deutlichen Leistungssteigerung zum Vorjahr musste sich der Senior B, der 73-jährige Karl-Heinz Busse, erneut mit Silber zufrieden geben. In der Disziplin Compound erzielte er 537 Ringe und der Erstplatzierte Peter Slotta vom gastgebenden HSC 08 603 Ringe.


