Das 1984 ins Leben gerufene Jagdturnier der Bogensparte des SC Wietzenbruch erfuhr am ersten Oktoberwochenende seine nunmehr 43.Auflage. Anfangs in den Wäldern Osterlohs beheimatet, findet das Traditionsturnier seit Anfang der 2000er Jahre auf dem Gelände Celles ehemaliger Deponie „Am Kiebitzsee“ statt. Nach zehn „Silvesterjagden“(1984-1993) und drei „Hoyt McKenzie 3D Turnieren“ (1994-1996) trägt eine der größten eintägigen Bogensportveranstaltungen seit 1997 den Namen „Herbstjagd“.
Von in diesem Jahr gemeldeten 240 Aktiven begaben sich deren 207 am Sonntag, nach dem Tag der deutschen Einheit, auf die Pirsch. Zu bewältigen hatten diese einen dreigeteilten Parcours mit einer Gesamtlänge von 5,2 Kilometern. Dabei erwarteten die Bognerinnen und Bogner an 36 Schießbahnen 58 3D-Ziele vom Frosch bis hin zum Moschusochsen.
Den traditionell stärksten Andrang verzeichnete auch diesmal die Bogengattung Jagdrecurve mit 83 Aktiven. Im Vorjahr noch mit dem Longbow in Einzel- und Mannschaftswertung erfolgreich, zeigte Ausnahmeschütze Dirk Hartwig vom SV Coppenbrügge, dass er auch mit dem Jagdrecurve umzugehen weiß. Denn auch hier gelang ihm auf Anhieb das Double. Unter 64 Herren mit 492 Zählern die Nummer eins, behauptete er sich auch in der Teamentscheidung an der Seite von Oleg Foht und Bettina Grafentin mit 1360 Zählern gegen zehn gegnerische Mannschaften. Als treffsicherste Dame erwies sich vom SV Horrido Bornum am Harz Susanne Wecken (440) und beim Nachwuchs trugen sich Margaretha Venter (301 / Jugend) von Bogensport Südheide und Johann Pohl (359 / Schüler) vom SV Großenwieden in die Siegerliste ein.
In der Klasse Longbow war es an Thorsten Bolte, in die Fußstapfen von Dirk Hartwich zu treten. Wie der letztjährige Sieger verbuchte auch der Mann vom SV Großenwieden das Double aus Einzel- und Mannschaftserfolg. Bei letzterem vervollständigten Kai Gieseking und Curd Weber das Trio des SV Großenwieden (1195), welches fünf Teams hinter sich ließ. Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang in der Damenkonkurrenz Martina Neumann-Kühnemund (412) von den Longbowturkeys. Die Siegreichen bei den nicht ganz so stark vertretenen Longbow traditionell sind vom SC Scherenbostel Luisa Henn (182 / Schüler), die Vereinslose Ramona Wortmann (350 / Damen) und vom SV Garstedt-Wufsen Dennis Henke (408 / Herren).
Ein doppelt so großes Teilnehmerfeld wie noch im Vorjahr konnten die Reflexbögen verbuchen. Bei Damen wie Herren zeigten sich die außer Konkurrenz schießenden Wietzenbrucher Lokalmatadoren hier am treffsichersten. Frederik Krahforst (507) vom SCW ließ bei der Siegerehrung dem Nächstplatzierten Oliver Brandes (407 / Adventure Bowclub) und seine Clubkameradin Sabrina Kasparek (310) der Delmenhorsterin Nicole Braun (285 / BS Delmenhorst) den Vortritt.
Zwei weitere SCWler spannten ebenfalls außerhalb der Turnierwertung ihre Bögen. Es waren dies in der Herrenkonkurrenz Blankbogen Ulrich Paape (2.Platz / 507) und Roland Kootz (5. / 469). Hatte Ulrich Paape in den letzten zwei Jahren jeweils die Bestmarke gesetzt, so tat es in diesem Jahr ein Blankbogenschütze des SV Nienhagen. Christian Cordes war mit 510 Zählern nicht zu bezwingen und führte darüber hinaus das SVN-Trio (1407), welches Michael Kroll und Ronja Apfelbaum komplettierten, auf Platz eins unter sechs Teams. Eine große Überraschung gab es in der Damenklasse Blankbogen. Bei ihrem ersten 3D-Turnier trug Fiona Mester (447) vom SV Dauelsen gegen etablierte Konkurrenz den Sieg davon. Als bester Jugendlicher wurde Emil Hohmann (426) vom SV Doenhausen geehrt.
Eine mit 585 Zählern perfekte Runde gelang lediglich einem Compoundschützen. Mit dem High-Tech Bogen war Seriensieger Sascha Niedermeyer vom SV Querum einmal mehr eine Klasse für sich. Sein Pendant bei den Damen kommt vom TSV Radbruch und heißt Anja Meyer (451). Die Erstplatzierten mit dem olympischen Recurvebogen sind Lucca Geipel (Schüler / 368 / SV Dauelsen), Nora Zimmermann (Damen / 380 / BSV Argus Wellie) und Hubert Ostrau (Herren / 308 / BS Delmenhorst).






